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Chronik “1960 bis 1975”

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1960 bis 1965

Gründung einer Damenabteilung

Was geschah sonst noch Anfang der 60er Jahre? In dieser Zeit fing der Verein an sich intensiver am Sportschießen zu beteiligen, denn nun wurde auch an Meisterschaften teilgenommen. Die Frauen interessierten sich immer mehr für das Schießen und am 23.8.1962 gründeten sie eine Damenabteilung. Ihr Fahrer war Hinrich Höper.

Bau der Mehrzweckhalle und des Schießstandes

In jener Zeit wurde über einen Verkauf bzw. Neuverpachtung des Braaschen Gasthofes und des Apfelhofes gemunkelt. Als der neue Pächter des Apfelhofes, Herr Dehde den Abbruch des dortigen Schießstandes wünschte, war der Schützenverein gezwungen, etwas zu unternehmen. So wurde in Eigenarbeit von Mitgliedern des Schützenvereins, des Reitvereins und der Fußballmannschaft des VfL in Böhns Wiesen im Denenhoop eine Mehrzweckhalle mit Schießstand geschaffen. Es war ein einfacher, aber zweckmäßiger Bau. Allerdings fehlten die Sanitären-Anlagen. Was-ser wurde in Milchkannen von Hermann Michaelsen geholt. Die Abwäsche wurde per Hand gemacht. Kühlschrank oder gar Kühlraum gab es nicht. Ja, es gab nicht mal ordentliche Toiletten. Draußen neben der Halle stand lediglich ein Holzhäuschen mit Herz. Die Einweihung fand am 1. September 1962 statt. Seit der Zeit fanden die Schützenfeste einschließlich Ball hier statt, allerdings etwas außerhalb des Dorfes.

Neuer Vereinswirt wurde Hans Tribcke. Die Vorstandssitzungen, die bis dahin abwechselnd bei den 3 Wirtsleuten stattfanden, wurden jetzt beim Vereinswirt am Bahnhof abgehalten. Wie schon gesagt, der Tanz fand in der neuerrichteten Mehrzweckhalle statt. Selbst wenn der Fußboden etwas stumpf war und hier und da etwas nachgab, machte das Schwofen in der Halle viel Spaß. Man darf ja nicht vergessen, diese Mehrzweckhalle diente wie der Name schon ausdrückt, mehreren Zwecken (Tanz, Veranstaltungen und Reiten). Der Fußboden musste bei jeder Veranstaltung rein oder rausgetragen werden.

Im Jahre 1964 wurde die Halle – geschätzter Wert 80 000 DM – von der Gemeinde übernommen und zur Festhalle umgebaut. Die Einweihung fand am 25. November 1965 statt. Die Kutenholzer Vereine durften sie aber unentgeltlich nutzen.

 

1965 bis 1975

In diesen 10 Jahren gab es einige Veränderungen im Vorstand. Fritz Breier wurde 1966 neuer Präsident. Wilhelm Braack löste Günter Braasch als Schriftführer ab und 1972 übergab er dieses Amt an Renate Zimmerman. Fritz Tiemann wurde 1969 neuer Jugendwart. Heinrich Stelling schied aus gesundheitlichen Gründen und Hans Fiege wegen Ortswechsel aus dem Vorstand aus. Ihren Rücktritt aus dem Vorstand erklärten Hinrich Schmetjen und Johann Viebrock. Nach langer Mitgliedschaft trat auch Hinrich Höper aus dem Vorstand aus, Erich Stelling dagegen wurde 1973 neuer Waffen- und Scheibenwart. Wegen seiner angeschlagenen Gesundheit legte Heinrich Hauschild 1974 sein Amt als Vizepräsident nieder. Als sein Nachfolger wurde Erich Stelling gewählt. Kommandeur wurde Kurt Marquardt.

Einige Veränderungen betraf in seiner Zeit auch das Schützenwesen im Verein. So wurde eine Königsversicherung auf freier Basis eingeführt. Das Mindestalter der Könige wurde auf 25 Jahre festgelegt und der Zuschuss aus dem Königsfond wurde von 600 DM auf 700 DM erhöht . Die Königin kann alle 5 Jahre zu Amt und Würden gelangen, während die Wartezeit der Adjutantin auf 3 Jahre begrenzt wurde. Die Proklamation wurde vom Samstag- auf den Sonntagabend verlegt.

Vereinsmeisterschafts-, Preis-, Punktorden-, Nacht-, Pokalschießen waren schon länger beliebte Disziplinen beim Wettkampf. Neu dagegen war das Tontaubenschießen in Baaste. Leistungs- und Sportschießen fand immer größere Beachtung bei den Mitgliedern. So konnte der Sportwart Fritz Tiemann auf der Generalversammlung 1974 schon von beachtlichen Erfolgen im Einzel- wie im Mannschaftsschießen auf Bezirksebene sprechen.