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Chronik “1976 bis 1993”

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Jubiläumsjahr 1976

Eine Jubiläumsfestschrift wurde herausgegeben. In einer Festwoche wurde das Ereignis festlich begangen (13. – 20. Juni).

Ein Fußballpokalturnier auf dem Sportplatz am Sonntag den 13. Juni zwischen Sport-, Schützenvereine aus unserer Samtgemeinde und dem Reitverein eröffnet die Festwoche. Am Montag folgte ein Betriebsschießen. Der Dienstagabend war einem Rückblick anhand von Film und Dia vorbehalten. Am Mittwochabend lockte ein Konzert der Egerländer der Bundeswehr viele Gäste in die Halle. Am Donnerstag, den 17. Juni (Tag der Einheit) war Pokal- und Konkurrenzschießen angesagt. Am Freitagabend führten die Feuerwehren aus Kutenholz und Zeven effektvolle Licht und Wasserspiele bei der Festhalle vor.

Der Sonnabend bot ein volles Programm mit KK- und Luftgewehrschießen, mit König abholen, mit Kranzniederlegung am Ehrenmal, Erbsensuppenessen mit Königsschießen und mit Tanz nach Rhythmen der „Kings – Combo“

Sonntag, der eigentliche Jubiläumstag begann mit der Begrüßung der zahlreichen Ehrengästen und Abordnungen befreundeter Vereine mit anschließendem „Frühstück“. Gegen 12.30 Uhr setzte sich der lange Festumzug mit den 30 Fahnenabordnungen in Bewegung. Festlich waren die Straßen im Ort geschmückt. Wieder bei der Festhalle angelangt, wurden die Fahnenbänder überreicht. Dann begann auf allen Ständen der Kampf um die höchste Ringzahl. Die Jüngsten ermittelten ihren König bez. Königin beim Vogelstechen. Die Gründungsmitglieder erhielten die Ehrennadel für 25-jährige Mitgliedschaft.
Es war ein schönes Jubiläumsjahr, in dem viel geboten wurde; doch gewinnbringend war es nicht; stellte der Kassenwart am Jahresende fest.

1977 bis 1993

Das Personenkarussell im Vorstand drehte sich in dieser Zeit naturgemäß weiter. Vorstandsmitglieder wurden von der Mitgliederversammlung auf 4 Jahre gewählt.

Folgende Schützen bzw. Schützinnen stellten dem Verein gerne ihre Freizeit und Mitarbeit im Vorstand zur Verfügung: Erich Stelling übernahm 1979 die Amtsgeschäfte als 1. Vorsitzenden von Fritz Breier. Unterstützt wurde er dabei von Kurt Marquardt und Johann Gerken, die als seine Stellvertreter fungierten. Die Schreibarbeit im Verein übernahm Pauline Tiedemann 1977 von Renate Zimmerman und gab sie 1986 weiter an Elke Viebrock (Engelhardt). Den Posten des Kommandeurs übernahm Heinz Domin 1985 von Kurt Marquardt. Für saubere Kontenführung sorgten nach Emil Ropers, Ilse Hellmig und danach Heike Peters. Die Funktion des Sportleiters übernahm Helmut Schomaker 1983 von Fritz Tiemann. Unterstützt wurde er dabei von Hans Martin Holst. Um die Jugendarbeit bemühten sich Uwe Rentzsch und Stefan Tomforde. Unentbehrlich für einen Verein sind der Waffenwart und seine Helfer; wie Karl-Heinz Borstelmann, Johann Gerken, Uwe Rentzsch, Heinz Domin und Frank Hoferichter. Pressesprecher waren Dieter Zastrow und danach Bernd Schumacher. Die Belange der Damenabteilung übernahm 1987 Gerda Schomacker. Unterstützt wurde sie dabei von der jeweiligen Königin, die seit 1992 mit im Vorstand ist.

Bau des neuen Schießstandes

Ein besonderes Ereignis in dieser Zeit ist besonders hervorzuheben, nämlich der Erweiterungsbau des Schießstandes.

Der Kleinkaliberstand wurde saniert und ein Teil der Kleinkaliber-Schießbahn wurde überdacht. So wurden in vielen freiwilligen und unentgeltlichen Arbeitsstunden der Mitglieder nicht nur ein vorbildlicher Luftgewehr- und Luftpistolenstand geschaffen, sondern nebenbei entstand auch noch ein gemütlicher schöner Aufenthaltsraum.

Am 1. Dezember 1979 war der Bau so weit fortgeschritten, dass Richtfest gefeiert werden konnte. Während die Männer Brettbinder für Brettbinder hoch hievten, banden Damen die Richtkrone und gegen 16 Uhr ging der Kranz hoch. Anschließend folgte ein zünftiges Grünkohlessen und ein gemütliches Beisammensein.

Am Schützenfestsonntagmorgen, den 13.06.1980 war dann mit geladenen Gästen die Einweihung mit Freibier und einen kleinen Imbiss.

Mindestens nach Fertigstellung eines Bauprojektes heißt es für den Bauherrn „Zahlemann und Söhne“. Der Kostenvoranschlag belief sich auf ca. 240 000 DM. Durch Eigenleistung wurde gut 50% dieser Summe eingespart. Aber selbst die Zuschüsse des Landkreises und der Gemeinde, sowie die vielen Spenden von Freunden und Mitgliedern und die gut 12 300 DM aus dem Topf der Dorferneuerung reichten nicht aus. Es musste noch einen Kredit von 40 000 DM aufgenommen werden und eine Erhöhung des Beitrages bei Schützen auf 50,- DM und bei Schützinnen und Jungschützen auf 25,- DM war nicht zu umgehen.

Seit Schaffung des gemütlichen Aufenthaltsraumes im Schießstand wurden die Vorstandssitzungen im Schießstand abgehalten, während die Generalversammlungen weiterhin im Vereinslokal stattfanden.

In Punkto Vereinswesen wurde in den 80er Jahren einige Änderungen beschlossen. Um die Königswürde für jeden erschwinglich zu machen, wurden einige finanzielle Erleichterung für den König erdacht: zum Beispiel so wird in Zukunft der Verein die Zutaten für die Erbsensuppe bezahlen. Freunde und Nachbarn des Königs sorgen für die Zubereitung und das Auftragen. Als perfekte Köchin hat sich dabei Magda Fitschen erwiesen, die Jahre die Erbsensuppe zur Zufriedenheit aller dieser Aufgabe wahr nahm. Die vom König und seine Adjutanten bezahlten Freigetränke (Korn) beim Königsball wurden gestrichen. Eine Verpflichtung zur Teilnahme des Königs mit seinen Adjutanten an Festlichkeiten wie Hochzeiten gab es nicht mehr. Es musste nur gewährleistet sein, dass der Verein bei solchen Anlässen würdig vertreten war.

Die Sperrfrist für König und Adjutanten wurden nach kurzer Zeit wieder von 20 auf 10 Jahre, bzw. von 10 auf 5 Jahre wieder zurückgenommen. Um einen weiteren Titel wird seit 1977 bzw. seit 1981 bei den Schützen und Schützinnen gekämpft. Seit der Zeit streiten sich nämlich alle ehemaligen Könige/ um die Würde „König aller Könige“ bzw. „Königin aller Königinnen“.

Jubiläumsjahr 1991

Das 40jährige Bestehen des Vereins wurde am Sonntagmorgen des Schützenfestes 1991 mit einem kleinen Festakt begangen. Der Vorstand des Vereins hatte dazu Abordnungen von Vereinen und Verbänden zu einem Frühschoppen eingeladen. Zur Unterhaltung spielten die Blasmusiker aus Mulsum auf. Ferner konnte eine Erinnerungsnadel und eine Festschrift erworben werden. Meistens wird aus Anlass eines Jubiläums auch die Vereinsfahne überholt. So geschah es auch beim Kutenholzer Schützenverein. Die anfallenden Restaurierungskosten wurden zum größten Teil von Spenden beglichen.